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Was ist Vulvodynie?

Viele Frauen leiden unter Beschwerden im Intimbereich, deren Ursachen sich meist nur schwer diagnostizieren lassen. Sie leiden unter Juckreiz und brennenden Schmerzen, die um die Vulva herum entstehen, aber auch den gesamten Bereich vom Schamhügel bis zum After betreffen können. Berührungen werden von betroffenen Frauen als unangenehm empfunden und nicht selten ist schon das Tragen von Unterwäsche eine Belastung. Diese und weitere Symptome können in Verbindung mit einer Vulvodynie auftreten.

Wir vom HAUTZENTRUM REGENSBURG möchten einen Beitrag zur Aufklärung leisten und Ihnen zeigen, dass Sie mit Ihren Beschwerden nicht alleine dastehen. Zusammen mit der gynäkologischen Praxis von Frau Dr. Kirsten Babilas sind wir für Sie da und stehen Ihnen bei der Behandlung der Vulvodynie zu Seite.

Vulvodynie: Ursachen

Laut Studien leiden mehr als fünf Prozent der Frauen mindestens einmal im Leben an einer Vulvodynie. Die Beschwerden können dabei sehr unterschiedlich sein, sie reichen von gelegentlichem Juckreiz bis hin zu starkem Schmerz beim Geschlechtsverkehr. Es ist noch umstritten, ob es sich bei der Vulvodynie um eine Krankheit oder vielmehr um ein komplexes Beschwerdebild handelt. Immer mehr Ärzte siedeln die Vulvodynie aber als eigene Erkrankung zwischen Gynäkologie, Dermatologie und Psychosomatik an.

Gut zu wissen: Die Vulvodynie tritt häufig in Verbindung mit anderen funktionellen Erkrankungen wie etwa einer Fibromyalgie oder einer interstitiellen Zystitis auf.

Auch wenn noch nicht ganz klar ist, was genau die Ursache für eine Vulvodynie ist, gibt es mehrere Faktoren, die an der Entstehung beteiligt sind:

  • Genetische Veranlagung
  • Schwache Beckenbodenmuskulatur
  • Muskelkrämpfe oder geschädigte Nerven im Beckenbereich
  • Komplizierte vaginale Geburt
  • Störungen der Schmerzverarbeitung
  • Überempfindlichkeit gegen Bestandteile der Vaginalflora (z. B. Candida albicans)
  • Pilzinfektionen, Feigwarzen im Vaginalbereich
  • Hautreizungen durch Seife
  • Autoimmune Hauterkrankungen
  • Allergische Reaktionen

Das sind die Symptome Die Symptome einer Vulvodynie können von Frau zu Frau sehr unterschiedlich sein. Folgende Beschwerden werden im Zusammenhang mit der Erkrankung beschrieben:

  • Brennende und stechende Schmerzen im Schambereich
  • Jucken
  • Missempfindung
  • Penetration ist sehr schmerzhaft und die Schmerzen können über Tage anhalten
  • Vaginale Trockenheit
  • Gereizte vaginale Schleimhaut
  • Verfärbung der Schleimhaut
  • Fissuren am hinteren Scheideneingang (meist nach Penetration)
  • Brennen beim Urinieren
  • Blasendruck

In schwerwiegenden Fällen spüren Patientinnen beim Sitzen und Gehen starke Schmerzen und empfinden nur im Liegen Erleichterung.

Therapie der Vulvodynie

Für die Heilung der Vulvodynie setzen Ärzte auf eine multimodale Therapie. Das bedeutet, dass verschiedene Behandlungsansätze miteinander kombiniert werden. Die Behandlung kann von Gynäkologen, Dermatologen, Neurologen oder Schmerzmedizinern durchgeführt werden. Da sich die Vulvodynie auf das emotionale Wohlbefinden auswirken kann, ist eine begleitende Psychotherapie oft eine gute Ergänzung.

Die aktuelle Therapie der Vulvodynie umfasst Medikamente, Entspannungstechniken, Massagen und Bewegungstherapie.

Medikamente (auch lokal wirksame)

  • Trizyklische Antidepressiva
  • Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer
  • Antiepileptika
  • Opioide
  • Hormonelle Cremes
  • Lokalanästhetika

Entspannungstechniken

  • Autogenes Training
  • Bodyscanning
  • Muskelentspannung nach Jacobsen

Sonstige Therapiemöglichkeiten

  • Biofeedbacktherapie
  • Triggerpunktmassage
  • Stosswellentherapie
  • Schwimmen
  • Yoga
  • Spazierengehen

Gut zu wissen: Bei sportlichen Aktivitäten ist alles empfehlenswert, was Beckenboden- und Rückenmuskulatur lockert.

Im HAUTZENTRUM REGENSBURG setzt der Dermatologe Dr. Philipp Babilas alles daran, Ihre Beschwerden zu lindern und Ihre Lebensqualität zu verbessern. Dabei arbeitet er zusammen mit seiner Frau, der Gynäkologin Dr. Kirsten Babilas. Auf diese Weise kann eine bestmögliche Behandlung der Vulvodynie gewährleistet werden.